Unterrichtsthema zur Sozialgeschichte: Sozialpolitische Reformen für eine sichere Zukunft
Hintergrundinfos und Arbeitsblatt

Die Belastungen für das deutsche Sozialversicherungssystem konnten trotz einiger Reformen bis zur Jahrtausendwende nicht entschärft werden. Mit einer Quote von 12,8 Prozent erreichte die Arbeitslosigkeit im Jahr 1998 ihren Höhepunkt. Erste tiefgreifende Neuerungen auf dem Arbeitsmarkt schafften die Hartz-Gesetze. Weitere folgten mit der „Agenda 2010“.
Der demografische Wandel und die steigenden Kosten für die Gesundheit gehörten neben der Arbeitslosigkeit zu den großen Herausforderungen der Regierung. Aber auch der Wandel der Arbeitswelt innerhalb der europäischen Union sowie die wachsende weltweite Standortkonkurrenz (Globalisierung) zwangen Regierung und Gesellschaft zum Umdenken.
Unter dem Motto „Mut zum Frieden und Mut zur Erneuerung“ kündigte der damalige Bundeskanzler Gerhard Schröder am 14. März 2003 schließlich die Agenda 2010 an. Mit den daraus entstandenen Maßnahmen und Reformen sollte in den kommenden Jahren die Wirtschafts- und Sozialpolitik grundlegend saniert werden. Schnell avancierte „Agenda 2010“ zum Markenzeichen, das für viele (sozial-)politische Themen und Neuerungen in den Folgejahren stand.
Hintergrundinfos kostenloses Arbeitsblatt zum Selbsttest oder für den Unterricht „Sozialgeschichte“ ist ein Projekt der Arbeitsgemeinschaft Jugend + Bildung e. V. in Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) zur Wanderausstellung „In die Zukunft gedacht – Bilder und Dokumente zur Deutschen Sozialgeschichte“ des BMAS. Jeden zweiten Monat erscheinen für die Schule aufbereitete Texte aus dem Ausstellungskatalog mit einem ergänzenden Arbeitsblatt unter
www.sozialpolitik.com/sozialgeschichte. „Sozialgeschichte“ als SchülerheftDas gedruckte Schülerheft „Sozialgeschichte“ kann unter
www.bmas.de -> Publikationen mit der Artikelnummer A 204 kostenlos bestellt werden.
Ausstellung zur Sozialgeschichte Deutschlands „In die Zukunft gedacht“Kleine Ausstellung23. Oktober bis 28. November in Düdelingen (Luxemburg)
Große Ausstellungbis 25. Juni in Königswinter
Dauerausstellung im Bundesministerium für Arbeit und Soziales in Berlin. Die Ausstellung zeigt anhand von Bildern, Filmen und anderen Zeitdokumenten die Deutsche Sozialgeschichte und die Geschichte der Arbeit vom Mittelalter bis heute. Besonders Schulklassen sind in der kostenlosen Ausstellung willkommen, zu Führungen kann man sich anmelden unter:
LA5@bmas.bund.de. Nach Epochen gegliedert, werden zudem Einzelthemen wie Hygiene, Mitbestimmung und die soziale Situation der Frau gezeigt.
Weitere Informationen, Hinweise sowie Materialien (DVD, Plakate u. a.) zur Ausstellung:
www.ausstellung.bmas.de beim Bundesministerium für Arbeit und Soziales.